Erfahrungsberichte

Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in meine Arbeit.

Viel Spaß beim Stöbern!

 

Viele Jahre noch beschwerdefrei - Arthrose

Ich wurde zu einem circa 20 Jahre alten Wallach gerufen. Die  Besitzerin berichtete mir von einer schweren Lahmheit am Morgen,  wenn der Wallach seine Box verlasse. Nach dem täglichen Weidegang  ist es teilweise abends besser. Sie erzählte mir, dass sie den  Wallach von einem Schutzhof hat und dieser vorher erst im  Springsport und zuletzt in einer Reitschule gewesen ist. Jetzt steht  er in einer gemütlichen Rentnerherde mit täglichem Auslauf.  Geritten wird er nicht mehr, nur wenn das Wetter schön ist und der  Wallach gut zurecht ist, gehen die Besitzer mal Spazieren. Er  bekommt täglich Müsli und ausreichend Raufutter. Das Pferd zeigt  normale Vitalwerte und hat Normalgewicht. Beide Vorderbeine weisen  eine leichte Schwellung in Höhe des Krongelenks auf.

Ich empfahl der Besitzerin ein spezielles Zusatzfuttermittel für  Arthrose, da eine Versorgung mit ausreichend Vitaminen und  Nährstoffen sehr wichtig ist. Eine schmerz- und entzündungshemmende  Therapie durch homöopathische Präparate wurde begonnen. Für die  akute Lahmheit und die Stärkung von Sehnen und Knochen bekam das  Pferd eine Akupunktur.

Nach drei Wochen vereinbarten wir einen Folgetermin. Der Wallach  war bereits auf der Wiese und tollte lebenslustig herum. Die  Besitzerin berichtete mir, dass die Lahmheit nun nur noch bei  regnerischem Wetter ein wenig zu sehen sei. Ich erklärte, dass  Arthrose leider nicht komplett heilbar ist, aber dass man dem  Wallach noch viele Jahre fast beschwerdefrei mit dieser Therapie  schenken kann. Ich empfahl, die Präparate nun immer im Frühjahr  und Herbst wie eine Art Kur zu verabreichen, wenn es aber doch  wieder schlechter werden würde, sollte sie mich in jedem Fall  anrufen.

 

 

Durchfall beim Hund - keine schöne Angelegenheit für Besitzer und Hund

Im September 2012 wurde ich zu einem jungen Labrador-Mischling gerufen. Die Besitzerin klagte über immer wiederkehrenden Durchfall bei ihrem zehn Monate alten Rüden. Die Besitzerin war sehr verzweifelt, sie hatte schon mehrmals den Tierarzt besucht und verschiedene Behandlungen mit Antibiotika ausprobiert, doch der durchschlagende Erfolg blieb aus. Der Hund wurde regelmäßig entwurmt und eine Kotprobe wurde in der Tierarztpraxis ebenfalls ohne Befund untersucht.

Zuerst machte ich mir ein Bild von dem Zustand, der Lebensweise, der Ernährung und dem Verhalten des Hundes und führte hierzu ein ausführliches Gespräch mit der Besitzerin. Der Hund wurde als Familienhund angeschafft. Er ist sehr freundlich und lieb zu den Kindern.

Das Fell war augenscheinlich stumpf und schuppig, die Vitalwerte waren in Ordnung. Bei der Untersuchung der Akupunktur-Punkte reagierte der Hund auf den Magen- und Leberpunkt. Ich akupunktierte ihn daraufhin. Er war total entspannt und schlief währenddessen ein.  

Nach der Akupunktur besprach ich mit der Besitzerin die weitere Medikation für Leber und Magen. Wir stellten die Ernährung zum Großteil auf Fleischrohfütterung um und vereinbarten einen Folgetermin in zwei Wochen.

Nach zwei Wochen berichtete mir die Besitzerin begeistert, dass es ihrem Hund viel besser gehe und er keinen Durchfall mehr habe. Nach nochmaligem Besuch und erneuter Überprüfung der Akupunktur-Punkte reagierte der Hund tatsächlich nicht mehr auf den Magen- und Leberpunkt. Ich akupunktierte ihn prophylaktisch noch einmal und seither hatte er keinen Durchfall mehr.

 

 

Steifheit beim Reiten -  Unrittigkeit

Ich besuchte eine Stute, 12  Jahre, die - laut ihrem Besitzer - sehr steif beim Reiten war.  Außerdem trat sie regelmäßig nach dem Bein des Reiters, wollte  nicht vorwärts gehen und "klemmte" geradezu. Ich  untersuchte die Stute und stellte fest, dass die Muskulatur  verhärtet war. Hinsichtlich der ersten Inaugenscheinnahme traten  keine Auffälligkeiten auf. Beim Abtasten der Akupunktur-Punkte  erschien mir das Pferd sehr empfindlich, und der Magenpunkt schlug  Alarm.

Ich erklärte, dass ein Pferd immer Raufutter zur Verfügung  haben muss, da Pferde in der Natur 20 Stunden am Tag grasen und ihr  Magen dauerhaft Magensäure produziert. Wenn den Pferden also nicht  ausreichend Raufutter zur Verfügung steht, können sich  Magengeschwüre bilden, oder es kommt zur  Magenschleimhautentzündung. Der Besitzer versicherte mir, dass die  Stute genug Zugang zu Raufutter habe, sie jedoch aus einer sehr  schlechten Haltung käme und erst einmal aufgepäppelt werden  musste. Des weiteren habe sie einen sehr gestressten Charakter, sich  häufig erschrecke und nie richtig abschalten könne.

Ich akupunktierte also die Stute und gab dem Besitzer ein Rezept  mit, das er sich in der Apotheke besorgen sollte. Außerdem  verordnete ich drei Wochen reine Bodenarbeit, da die Pferde die  Schmerzen dann auch einfach im Kopf haben. Sieben Tage später  telefonierten wir miteinander und er berichtete mir, dass es schon  viel besser geworden sei mit seiner Stute. Sie hätte andere Augen  bekommen, nicht mehr so weit aufgerissen, an der Longe würde sie  schon von alleine mehr vorwärts laufen und sich sogar dehnen. Wir  vereinbarten einen erneuten Termin zur Akupunktur, um den Organismus  zu stärken und die oben genannten Verbesserungskriterien zu  festigen.

Jetzt sehen wir uns erst wieder in einem halben Jahr zur  Kontrolluntersuchung. 

 

Welsh-Terrier „Hank“, 12 Jahre

Diagnosen: Diverse Futtermittelallergien, Inkontinenz nach Kastration

„Hank“ ist ein 12 Jahre alter Welsh-Terrier, der seit Jahren an einer schweren Futtermittelallergie leidet. Die Besitzerin ist bereits bei vielen Tierärzten gewesen und hat viel ausprobiert. Er leidet an ständigem Juckreiz der Pfoten und Ohren. Diese sind knallrot und dick krustig und die Pfoten teilweise blutig. „Hank“ wurde ein Jahr vorher kastriert, seit dem ist er nicht wieder richtig auf die Beine gekommen und eine Inkontinenz kam hinzu. Er verliert also immer wieder Urin, vor allem nachts, wenn die Muskeln sich entspannen, ist teilweise sein Bettchen voll mit Urin. 

Ansonsten hat „Hank“ ein sehr fettiges Fell trotz völlig ausreichender Fellpflege. Die Besitzerin bemüht sich sehr, „Hank“ viel Frisches zu geben, doch egal was er bekommt, sein Körper reagiert auf alles mit roten Ohren und Pfoten jucken. 

Ich taste „Hank“ darauf hin ausführlich ab, schaue mir vor allem seine Ohren und Pfoten an und natürlich die Akupunkturpunkte, behandele ihn mit dem Akupunkturlaser, was ihm sichtlich gut gefällt. Danach bespreche ich mit der Besitzerin das weitere Vorgehen bezüglich homöopathischer Mittel und Fütterung. Einen Abstrich aus dem Ohr nehme ich ebenfalls, um ihn in meinem Labor auf Bakterien und Pilze untersuchen zu lassen.

„Hank“ betreue ich alle fünf Wochen aufgrund seiner Blasenschwäche, die durch die Akupunktur nicht mehr bemerkbar ist. Durch die Optimierung seiner Fütterung hat er keine Probleme mehr mit Juckreiz. Er ist ein richtig quirliger Hund geworden. Seine Besitzerin ist sehr glücklich.

 

Ein häufiges Leiden - Chronischer  Husten

Ich wurde im Juli 2011 zu einer Pintostute, geboren 1995, gerufen. Die Besitzerin erzählte mir, dass ihre Stute seit 2009 an chronischem Husten leide, ausgelöst durch eine Allergie auf Heustaub und andere Allergene. Einen Juckreiz zeige sie ebenfalls.  

Die Besitzerin hatte Cheyenne schon auf Leinstroh (staubfrei) gestellt und ihr täglich ihr Heu eingeweicht. Außerdem blieb das Fenster der Box immer auf. Sie wurde bewusst täglich geritten, damit die Lunge funktionsfähig blieb.  

Cheyenne wurde vorher schon mehrfach durch den Tierarzt behandelt und hat mehrere Hustenmedikamente bekommen, der Husten kam jedoch nach jeder Behandlung wieder. Die Atmung wurde nicht viel besser.  

Im April 2011 bekam Cheyenne eine Cortisonspritze, die dann zu einem Hufreheschub führte.  

Ich habe mir Cheyenne also angesehen. Ein außergewöhnlich hübsches Pferd, welches augenscheinlich sehr gesund wirkte. Beim Abtasten der Akupunkturpunkte reagierte Cheyenne auf die Punkte der Leber, Niere und Lunge.  

Cheyenne erhielt also eine Akupunktur und die entsprechenden homöopathischen Mittel gegen ihren Husten und eine Entgiftung.  

Drei Tage später telefonierte ich mit der Besitzerin. Sie erzählte mir, dass Cheyenne nicht mehr husten würde. Sie habe das Gefühl, es habe sich etwas gelöst.

Wir vereinbarten nach drei Wochen einen erneuten Termin. Cheyenne hatte bis dahin immer noch nicht wieder gehustet. Heute steht Cheyenne wieder problemlos auf Stroh in ihrer Box und kann normal geritten werden.

 

Wissenswertes

http://www.gesundetiere.de/GesundeTiere/Background/Pferdeimpfungen.htm

http://artgerecht-tier.de/ 

 

Buchempfehlungen

Hunde würden länger leben, wenn... (Dr. med. vet. Ziegler)

Sommerekzem - Ein Weg zur Heilung (Karin Köster)

Hunde impfen - Der kritische Ratgeber (Monika Peichl)